Ridlerstraße

Ridlerstraße

Unser Büroturm für den Heimeranplatz

Selten hat eine unserer geplanten Turmarchitekturen für so viel öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt wie die für das Areal an der Ridlerstraße 37 mit seinem markanten, zum Heimeranplatz hin ausgerichteten Kopfbau. Die Lage innerhalb des Münchener Stadtgebietes ist prominent: Dieser Standort markiert vom ‚Mittleren Ring‘ aus das Entrée in das innere Stadtgebiet. Hier trifft die Garmischer Straße (B 2), eine der wichtigsten Zu- und Ausfallstraßen Münchens, auf die Ridlerstraße. Jenseits der Ridlerstraße in Richtung Stadtzentrum beginnt schon der innere Münchener Stadtteil Schwanthaler Höhe. Wie es die ‚Münchner Linie‘ vorsieht, haben wir für diesen besonderen Standort, der einer ‚Stadttor-Situation‘ gleichkommt und ein Kreuzungsbereich und Schnittpunkt einer der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt ist, einen vielschichtigen Entwurf ausgearbeitet, der für die Bewegung um diesen Standort herum eine architektonische Entsprechung ist. Wir haben uns dazu entschlossen, dass der hervorstechendste Teil des gesamten Ensembles, das Hochhaus, mit der Anordnung seiner Baumasse dieser Dynamik Ausdruck verleihen soll.    

Bestand und neue Ausformung

Das bestehende Ensemble auf dem Eckgrundstück besteht aus drei Gebäudeteilen, die für Office-Strukturen genutzt werden: Es sind ein quadratischer, an der Garmischer Straße gelegener Komplex, ein langgestreckter, zur Ridlerstraße hin ausgerichteter Flachdachbau mit 5 Stockwerken und ein 9-stöckiges Hochhaus. Während der Bau an der Garmischer Straße als Bestand in die Umgestaltung integriert wird, sind für das Hochhaus und den angrenzenden Bürobau an der Ridlerstraße neue Entwürfe von uns entstanden. Der markanteste Baukörper des Ensembles wird das Hochhaus über Eck, das neben dem Untergeschoss zusätzliche 13 Regelgeschosse aufnimmt und dem Ensemble mit seinem Höhenmaß von knapp über 50 Metern Nachdruck im Stadtbild verleiht. Die Erdgeschosse der Neubauten messen 4,8 Meter in der Höhe und gleichen sich damit dem Erdgeschossniveau des Bestandbaus an. Das Hochhaus hat zur Garmischer Straße hin ein verglastes offenes Untergeschoss, eine geschickte Adressbildung, die nach außen für Transparenz steht. Aus der Perspektive der Garmischer Straße ist das Hochhaus nach oben hin abgetreppt, vom Standpunkt des Heimeranplatzes aus zeigt es sich als Baukörper aus aufeinander gesetzten Kuben, die jeweils drei bzw. vier Geschosse aufnehmen und um die Achse der Vertikalarchitektur herum verschoben sind. Durch die Rotation der Baumassen ergibt sich nicht nur eine lebendige Silhouette, sondern auch Raum für Terrassen, die, überdacht, ganzjährig von ihren Nutzern aufgesucht werden können. Das dem Heimeranplatz zugeneigte hohe verglaste Erdgeschoss dient der Erschließung des gesamten Ensembles. Weiteres Potential hat das Innenleben des Areals: Die niedrigeren Flügel an der Garmischer- und der Ridler Straße werden rückwärtig durch einen neuen Gebäuderiegel verbunden, der den vorhandenen Baugrund so für das Schaffen weiteren Raumvolumens nutzt und gleichzeitig ein erholsames Atrium schafft.

Ort

München

Bauherr

Maxor 4

Zeit

2016-2022

Volumen

7.500 m²