Geschäftshaus am Altstadtring Geschäftshaus am Altstadtring Geschäftshaus am Altstadtring Geschäftshaus am Altstadtring

Geschäftshaus am Altstadtring

PASSAGENWERK / Die von OSA gestaltete Passage in der Münchner Innenstadt führt den Besucher von der Sonnenstraße durch ein Foyer, ein zentrales Atrium und ein anschließendes zweites Foyer in die Herzog-Wilhelm-Straße. Die Foyers bergen je ein Treppenhaus und einen Aufzug. Der Gesamtraum präsentiert sich als ein Gebilde aus einem Guss in Tombak, einer Messing-Kupfer-Zink-Legierung, und erscheint dadurch als eine abstrakte Hülle. Schmale, diagonal und spitzwinkelig über die Wand- und Deckenflächen gesetzte, abgedimmte, schlanke Lichtbänder ziehen den Blick der Besucher in die Tiefe der Passage bis in ihr Zentrum, das Atrium. Von der Eingangssituation aus erscheinen die Lichtbänder wie ein Mäander mit Tiefenwirkung. Die Enge der ursprünglichen Innenraumgestaltung, die nach den Leitbildern der deutschen Nachkriegsära entstand und von den typisch niedrigen Geschosshöhen gekennzeichnet ist, bekommt damit einen optisch tiefen Horizont und eine in die Weite fließende Konturierung. Der Raum wirkt bewegt, auch wenn er leer ist.

Die Passage mit Sogwirkung wurde mit dem Label "best architects 14" in der Kategorie Innenausbau ausgezeichnet.

Ort

München Innenstadt

Bauherr

JP Jargonnant

Zeit

2009-2010

Volumen

700 Quadratmeter

LPH

1-5